Über mich

Professor Emeritus Dr. iur., Mailto: klk@hotmail.ch

Curriculum Vitae



In summary:

Professor Emeritus. Formerly judge. Later Chair of Penal Law, Criminology, Philosophy, Sociology and Theory of Law at the Law Faculty of the University of Bern / Switzerland. 


Zusammenfassend:

Professor Emeritus. Zunächst Richter. Sodann Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Kriminologie, Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie und Rechtstheorie an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern. 

Mein Wissenschaftsverständnis







Meine wissenschaftliche Tätigkeit erstreckt sich auf das Strafrecht einschliesslich des Strafprozessrechts, die Kriminologie, die wissenschaftliche Kriminalpolitik sowie auf die theoretischen Grundlagen der Rechtswissenschaft. Veröffentlichungen betreffen die Rechtsordnungen Deutschlands wie der Schweiz, kriminologische Beiträge beziehen sich zum Teil auch auf den englischen und den französischen Sprachkreis. Das Anliegen, Generalist und nicht Spezialist sein zu wollen, rührt aus der Überzeugung, dass eine rein nationalstaatlich oder dogmatisch-systematisch betriebene Jurisprudenz zu einer Sozialtechnologie verkommt, während der Rationalitätsanspruch der Rechtswissenschaft eine Auseinandersetzung sowohl mit den gesellschaftstheoretisch-philosophischen Grundannahmen wie mit den empirisch beobachtbaren Wirkungen juristischer Betätigung verlangt. Bereits die Entscheidung für das Strafrecht als mein dogmatisches Kernfach erfolgte im Hinblick darauf, dass dieses Rechtsgebiet wie kein anderes als Anwendungsgebiet praktischer Philosophie und als Mikrokosmos sozialer Regulierung verstanden werden kann. Mein Bemühen, an der Wiedererweckung einer „gesamten Strafrechtswissenschaft“ mitzuwirken, mag am Besten daran erkenntlich sein, dass sich meine Schriften nicht nur mit Themenbereichen aus dem Strafrecht, der Kriminologie und den rechtswissenschaftlichen Grundlagenwissenschaften befassen, sondern durchwegs disziplinübergreifende Zusammenhänge betonen. Strafrechtstheorie und Kriminalpolitik in ihrem Beitrag zum Freiheitserhalt der Menschen sind Fixpunkte meiner Forschungsinteressen. Wer meine Veröffentlichungen liest, wird unschwer feststellen, dass sie im Dschungel der Unübersichtlichkeit strafrechtstheoretischer und kriminalpolitischer Vorstellungen einen einigermaßen geradlinigen Weg zu beschreiten suchen. Die analytische Dimension der Strafrechtstheorie und die gestaltende Dimension der Kriminalpolitik werden von mir als zwei Aspekte desselben Bemühens gedeutet: Die förmliche Desavouierung des Normbruchs auf Kosten des Normbrechers an enge berechenbare Voraussetzungen zu binden, welche sich aus der Notwendigkeit zur Sicherung individueller Freiheiten und aus der Tauglichkeit der Instrumente strafrechtlicher Reaktion ergeben. Daraus resultiert eine Strafrechtstheorie, die ihren Gegenstand im positiven Strafrecht nicht schon fertig vorfindet, sondern ihn sich gesellschaftstheoretisch erschließt, indem sie sich immer wieder neu der höchst problematischen Aufgabe des Strafrechts, auf Kosten der Freiheit des Normbrechers Freiheitsgarantien normativ zu bekräftigen, vergewissert. Zudem tritt damit eine Kriminalpolitik hervor, die sich als Gegenentwurf zu der derzeit betriebenen Politik der „Inneren Sicherheit" und der Teilprivatisierung der Kriminalitätsvorsorge versteht. Ihr Anliegen verlangt im Kern integrative, möglichst ausgrenzungsarme Strategien der Konfliktvorbeugung und -bewältigung. Meine Beiträge zur Kriminologie beziehen sich auf eine Standortbestimmung der Kriminologie als Basis und Antriebsquelle einer „vernünftigen“, also: erfahrungswissenschaftlich gestützten wie auch gemeinsinnbezogenen Kriminalpolitik.























Wichtigste Schriften











Karl-Ludwig Kunz

Криминологическое мышление. Введение
Criminological Thinking. An Introduction (in Russian)

ALEF-Press. St. Petersburg 2019

ISBN 978-5-905966-91-0






Предисловие
Данная книга освещает различные аспекты криминологического мышления. Она не содержит технических рекомендаций по проведению тех или иных криминологических работ. Она дает обзор основных проблем криминологии для (начинающих) криминологов и интересующихся уголовным правом. Основное внимание уделяется предмету изучения криминологии, описанию социального значения работы криминологов, а также тому, какое влияние на криминологию имеет политическая среда. Отдельные части данной книги соответствуют шестому изданию моего учебника по криминологии, другие части

были написаны специально для этой книги. Список литературы включает как старые, так и новые источники.

Хочу высказать слова благодарности за проделанную большую работу доктору юриспруденции Ангелине Козловой. Без ее активного содействия эта книга не увидела бы свет. Особую благодарность хочу выразить профессору, доктору Дмитрию Анатольевичу Шестакову, президенту Санкт-Петербургского международный криминологического клуба, который вдохновил меня на издание этого труда, помогал с переводом и оказывал помощь в поисках издательства; господину профессору, доктору Николаю Исаеву я благодарен за огромную помощь в издании этой книги.







Kunz, Karl-Ludwig / Tobias Singelnstein

Kriminologie
Eine Grundlegung

«UTB» Band 1758. 7., grundlegend überarbeitete Auflage 2016. XVI + 435 Seiten, 40 Schaubilder, kartoniert, EUR 24.99 (D) / CHF 32.50 (UVP) ISBN 978-3-8252-4683-9 Haupt Verlag www.haupt.ch 


Die 7. Auflage der «Kriminologie», nun von Tobias Singelnstein mit verfasst, bietet eine grundlegend überarbeitete Fassung des seit 1994 bewährten Lehrbuches. Die Darstellung wurde komplett neu strukturiert, um neue Kapitel erweitert und durchgehend auf den aktuellen Stand der Forschung gebracht. Wie in den Vorauflagen stellt das Lehrbuch die zentralen kriminologischen Themen von Grund auf und mit Tiefgang dar. Es bietet eine sehr gut verständliche Einführung in das Fach, die zum eigenen Nachdenken anregt, sich aber ebenso hervorragend als Quelle für Wissenschaft und Praxis eignet.

Leseprobe/ Extraits: https://books.google.ch/books?hl=de&lr=&id=5VgrDQAAQBAJ&oi=fnd&pg=PR3&dq=Karl+Ludwig+Kunz&ots=X9fCbhjEEW&sig=bTW03eMhusev0HsTXEGp-3rCcTE&redir_esc=y#v=onepage&q=Karl%20Ludwig%20Kunz&f=false


Besprechungen:

Stephan Bernard, Plädoyer 2/17, S. 55: "Das Buch wird in siebter Auf­lage vorgelegt, erstmals aber nicht vom Berner Emeritus ­allein, sondern in Co-Autorenschaft mit dem Berliner Professor Tobias Singelnstein. Das Werk bleibt indes seiner Zielsetzung treu: Es ist nach wie vor in umfassendem Sinn geistes- und sozialwissenschaftlich angelegt und bewegt sich in der Tradition der kritisch-autonomen Kriminologie als Reflexions­disziplin. Es will Grundlagen vermitteln, zum Nachdenken ­anregen und gleichzeitig Quelle für ­Wissenschaft und Rechts­praxis sein – diesen hohen ­Anspruch löst es vollständig ein ...Ein Muss für kritische Strafrechtler."

Christoph Willms, TOA-Magazin Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung 1/17, S. 33: "... geht es den Autoren nicht um die Vermittlung von möglichst einfach und komprimiert dargestellten Erkenntnissen der Mainstream-Kriminologie. Sie gewähren der Leserschaft stattdessen einen umfassenden Einblick in sämtliche Facetten des kriminologischen Diskurses und laden zum Selbstdenken ein. Wer diese Einladung annimmt, erhält einen anderen, neuen Blick auf Kriminalität, Kriminalpolitik und Gesellschaft... Eine Pflichtlektüre für alle, die im Studium und Beruf dem vielseitigen Themenkomplex Kriminalität begegnen."

Christian Grafl, Journal für Strafrecht JSt 3/2017 S. 264: "... Als kritischer Strafjurist muss man irgendwann beginnen, den empirischen Forschungsstand nachzulesen. Und das vorliegende Buch ist eine hervorragende (und dazu noch sehr preiswerte) Möglichkeit, diesen Prozess zu starten."

Stephan Quensel, Kriminologisches Journal 2017, 243-247: "... lässt auch diese ‚Kriminologie‘, nunmehr mit einem kritischeren Touch, entscheidende Fragen (die auch die Studierenden stellen sollten) offen... Es ist eben nur eine ‚Grundlegung‘."








Karl-Ludwig Kunz / Martino Mona

Rechtsphilosophie, Rechtstheorie, Rechtssoziologie. Eine Einführung in die theoretischen Grundlagen der Rechtswissenschaft
Uni-Taschenbücher - mittlere Reihe 2788, 319 S., 37 Abb., ISBN: 978-3-8252-4190-7
1. Auflage: 2006
2. Auflage: 2015

DOI: 10.13140/2.1.1320.7842

Dieses Buch bietet eine einführende Gesamtdarstellung der theoretischen Grundlagenfächer der Rechtswissenschaft (Rechtsphilosophie, Rechtstheorie und Rechtssoziologie). Zusammenfassungen und Denkfenster im Text regen zum aktiven Nachdenken an. Bei den meisten Abschnitten sind Hinweise auf Lektüreempfehlungenvorangestellt. Das Buch stellt den aktuellen theoretischen Diskussionsstand dar und soll- die Fähigkeit vermitteln, sich in kohärenter Weise mit den Funktionen des Rechts auseinander zu setzen;- die Reflexion über das Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit anregen;- zur Klärung der Wissenschaftlichkeit der Jurisprudenz beitragen, indem die Begründungszusammenhänge juristischen Argumentierens bewusst gemacht werden. 


Besprechungen:

Christopher Pollmann: ZSR 2008, 447-449;

ZfR Soz. Bd. 28 Heft 2, 287-289; ZPol Bibliografie 0107;

Benjamin Lahusen, Dieter Simon: KritV 2007, 40-45;

www.amazon.de







Kriminologie
6., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage 2011XIII + 423 Seiten, 25 Schaubilderkartoniert, 15 x 21,5 cm, 656 CHF 35.90 / EUR 24.90 (D) / EUR 25.60 ISBN 978-3-8252-3591-5. Auflage: 2004. 4. Auflage: 2003. 3. Auflage: 2001 2. Auflage: 1981. 1. Auflage: 1994

DOI: 10.13140/2.1.3417.9364

Das Buch ist ein Lehrbuch und ein Nachschlagewerk, doch es ist hoffentlich mehr. Es unternimmt eine „Darstellung“ der Kriminologie im doppelten Wortsinne: Indem eine Bestandsaufnahme des Fachs präsentiert und zugleich dem Umstand Rechnung getragen wird, dass jede Präsentation eine Inszenierung ist, die aus Geschriebenem auswählt, es szenisch verdichtet und zu einem neuen Gesamtbild arrangiert.
Mit einiger Vermessenheit könnte man das Werk als eine Denk-Schrift bezeichnen. Erstrebt wird eine durchaus anspruchsvolle, doch allgemeinverständliche Vermittlung des Standes der allgemeinen Kriminalitätsforschung. Das Buch setzt auf die entlarvende Kraft des Nach-Denkens über eine Disziplin, über die schon manch Gescheites gedacht und gesagt worden ist. Die Philosophie bezeichnet dieses Vorgehen als Re­flexion; burschikoser könnte man – mit Horst Schüler-Springorum – von einem „think twice“ reden. Solches Denken hat mit Ver­ständigung zu tun, die darauf hofft, dass der Funke des Gedankens auf die Leserin und den Leser überspringen und dort ein Feuerwerk von Assoziationen auslösen möge, die im Buch nicht einmal im Keime angelegt sind.
Erstrebt wird so etwas wie eine Unterhaltung, durchaus in der doppelten Bedeutung von Dialog wie Divertimento. In der Wiener Klassik bezeichnet Divertimento ein in meist kleiner Besetzung aufge­spieltes Instrumentalwerk, dazu bestimmt, eine tafelnde Gesellschaft zu unterhalten. Die unterhaltsame Zerstreuung der kriminologischen Tafelrunde verfolgt ver­schiedene Anliegen: Sie will gewisse inhaltli­che Aspekte des Gesprächs aufgreifen und vertiefen, mittlerweile gängige Be­trachtungswinkel erweitern und zu einer Verständigung über Gemeinsames und Trennendes anregen. Um einen hoch gegriffenen Vergleich zu wagen: Die verfolgten Anliegen lassen sich in der Aussage bündeln, die Ludwig Wittgenstein seiner berühm­ten Logisch-Philosophischen Abhandlung vorangestellt hat: Der „Zweck“ des Buchs „wäre erreicht, wenn es einem, der es mit Verständnis liest, Vergnügen bereitete“[1].
Lesefreundlichkeit wird durch eine Reihe von Vorkehrungen erstrebt. Den meisten Abschnitten sind knappe Lektüreempfehlungen vorangestellt, die Hinweise für eine vertiefende Befassung etwa zur Prüfungsvorbereitung geben. Querverbin­dungen im Text sind durch Verweise auf Vorangehendes (< § ... Rn ...) und Nachfolgendes (> § ... Rn ...) leicht nachvollziehbar. Tabellen und Schaubilder sollen komplexe Aussagen anschaulich machen. Das Stichwort­register erlaubt die rasche punktuelle Information. Das verwer­tete Schrifttum ist im Literaturverzeichnis dokumentiert. Die berücksichtigte Literatur stellt eine Auswahl dar, die versucht, die Vielfalt der Sichtweisen einzufangen. Vollständigkeit anzustreben wider­spräche der Konzeption des Buchs.

[1] Wittgenstein 1969, Vorwort.


Besprechungen:
der 5. Auflage 
Javier Gamero Kinosita.
Criminologia, http://criminologia.de/studium/kriminologische-lehrbucher/.

der 4. Auflage von Fritz Sack, Das andere Lehrbuch - Prinzip Hoffnung?- Rezensionsessay zur neuen Auflage von Karl-Ludwig Kunz: Kriminologie. Eine Grundlegung. In: Kriminologisches Journal, Heft 1/2006, S. 49-61;

der 3. Auflage von Marek Fuchs www.socialnet.de; www.amazon.de ; Horst Schüler-Springorum: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform, 86. Jahrgang - Heft 3 - 2003, S. 240-245;Christian Grafl: Österr. Juristenzeitung [2003] 11, S. 440 (pdf, 8KB)







Die wissenschaftliche Zugänglichkeit von Kriminalität. Ein Beitrag zur Erkenntnistheorie der Sozialwissenschaften

2008 Deutscher Universitäts-Verlag und VS Verlag für Sozialwissenschaften VS Research130 S.I SBN: 978-3-8350-7018-9 25.90 EUR / 45.90 Sfr.
Auch als eBook pdf .
ISBN: 9783835070189
Access by Springer: http://link.springer.com/book/10.1007/978-3-8350-5547-6

Leseprobe: Extraits:
https://books.google.ch/books?hl=de&lr=&id=wYxGPQWGKvUC&oi=fnd&pg=PA7&dq=Die+wissenschaftliche+Zug%C3%A4nglichkeit+von+Kriminalit%C3%A4t&ots=jc_hgtySPz&sig=L1q7xZI85VzTen9YNtWLGdMie_M&redir_esc=y#v=onepage&q=Die%20wissenschaftliche%20Zug%C3%A4nglichkeit%20von%20Kriminalit%C3%A4t&f=false



Traditionell versteht sich die Kriminologie als erfahrungswissenschaftliche Disziplin, die Kriminalität mittels quantifizierender Methoden der Sozialforschung möglichst rational zu begreifen sucht. In seiner für die sozialwissenschaftliche Theoriedebatte ertragreichen Standortbestimmung kritisiert Karl-Ludwig Kunz den trügerischen Schein objektiver Tatsachenbeobachtung. Die Auseinandersetzung damit, ob wirklich gezählt wird, was man zu zählen vorgibt, und was es bedeutet, nur „Indikatoren“ für das eigentlich Interessierende erheben zu können, schafft die Basis dafür, die Kriminologie an einem kulturwissenschaftlichen Horizont auszurichten.



Besprechungen:

Michael Walter, MSchrKrim 92. Jahrgang - Heft 4 2009, S.414-416;

Jan Werheim, Soziologische Revue 3/2010: "Es ist ein grosser Verdienst von Kunz, derzeit ein solches Buch auf den Markt gebracht zu haben. Man wünscht sich eine weite Verbreitung und am besten eine doppelte Neuauflage: eine als Einführungs- und Lehrbuch verfasste, und eine etwas weniger redundant argumentierende und dafür noch stärker wissenschaftstheoretisch orientierte Fassung [...]."

Holger Plank, Polizei Newsletter, http://www.polizei-newsletter.de/books/2015_Rezension_Karl-Ludwig_Kunz_Plank.pdf






Soziale Reflexivität und qualitative Methodik. Zum Selbstverständnis der Kriminologie in der Spätmoderne (Hrsg. mit C. Besozzi)

2003, 229 S. ISBN 3-258-06657-4 (Haupt), Reihe: Schweizerische Kriminologische Untersuchungen.Beiträge von H.-J. Albrecht (Freiburg i. Br.), Claudio Besozzi (Quebec/Kanada), Byung-Sun Cho (Korea), Raffaele de Giorgi (Lecce/Italien), Heike Jung (Saarländische Universität), K.-L. Kunz (Bern), Ronnie Lippens (KeeLe University/GB), Gabriele Löschper (Hamburg), Tamar Pitch (Univ. di Camerino/Italien), Fritz Sack (Hamburg), Karl F. Schumann

Besprechung: 








Bürgerfreiheit und Sicherheit. Perspektiven von Strafrechtstheorie und Kriminalpolitik

Bern, Berlin, Bruxelles, Frankfurt am Main, New York, Oxford, Wien (Peter Lang) 2000244 Seiten. ISBN 3-906764-42-7

Besprechung:

Marcel A. Niggli: Schweiz. Zeitschr. f. Strafrecht 119 (2001), 99 f.








Kriminalpolitik in Entenhausen Vom Umgang mit Kriminalität bei Micky Maus & Co. (mit Roger Sidler)

Basel, Genf, München (Helbing & Lichtenhahn) 1999 114 Seiten. ISBN 3-7190-1769-9
DOI: 10.13140/2.1.4466.5129


TV-Sendung dazu

Besprechungen:

Michael Stolleis: Frankfurter Allgemeine Zeitung 3.12.1999: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezension-sachbuch-die-polizei-laesst-mit-sich-spassen-11312348.html

"Diejenigen Erwachsenen, die nicht vergessen haben, dass sie einmal Kinder waren, kennen sich in Entenhausen aus, in jener amerikanischen, aber doch welthaltigen Stadt, die dank der Imagination von Millionen Lesern real existiert. Unzählige Abenteuer sind dort bestanden, aber ebenso unzählige Straftaten begangen worden. Nicht nur der notorische und schwer kriminelle Kater Karlo samt seinen düsteren Gehilfen sowie die nicht resozialisierbare Panzerknacker-Bande verkörpern hier die deviante Seite des Menschlichen, es sind leider auch Donald und Dagobert, Gustav Gans, die sympathischen Neffen, Klaas Klever, Mac Moneyac und andere, die jedenfalls gelegentlich kleinere Straftaten begehen. Der staatsnah operierende Privatdetektiv Micky Maus und sein schwachköpfiger Freund Goofy werden freilich kaum straffällig - aber diese platte Vorbildlichkeit scheint auch ihre Schwäche zu sein.

Die hier zu präsentierende gediegene schweizerische Untersuchung füllt eine schon seit langem schmerzlich empfundene Lücke. Sie legt eine im Anschluss an Ulrich Oevermanns "Objektive Hermeneutik" entwickelte Entenhausener Handlungstheorie zu Grunde und untersucht vergleichend die Handlungsstrukturen und Straftaten in den beiden Jahrgängen der "Micky Maus" 1952 und 1995, und zwar getrennt nach Duck- und Micky-Episoden. Die dabei beobachtete historische Entwicklung ist verblüffend: Micky, der Legalist, der unermüdliche Verfolger der Kriminalität, hat im Laufe der Jahrzehnte erheblich an Terrain gegenüber dem zur Identifikation einladenden menschlichen Helden Donald verloren. Gerade die Neigung zum Ausagieren innerer Spannungen ohne Rücksicht auf das (hier zu Grunde gelegte schweizerische) Strafgesetzbuch macht Donald zum allgemeinen Liebling.

Aber auch die Szene hat sich verändert. 1952 spielten sich die Konflikte und Straftaten der Ducks im Binnenbereich von Familie und Stadt ab, während sie sich 1995 im Zeichen der Globalisierung der Entenhausener Konzerne ins Ausland, ja in den Weltraum verlagert haben. Das zwingt die Ducks, jedenfalls in Zeiten der Bedrohung, zusammenzuhalten. Demgegenüber verharren Privatdetektiv Maus und Kommissar Hunter bei der Bekämpfung der heimischen Kriminalität. Jeder ihrer Siege im Einzelfall demonstriert ihre strukturelle Ohnmacht; denn im nächsten Heft ist die Kriminalität wieder da, frisch wie zuvor. Wie 1952, so spielt auch 1995 Frauenkriminalität keine wesentliche Rolle; man denke an Daisy und Minnie oder gar an Oma Duck! Einzig Gundel Gaukeley verkörpert das verführerische "Böse".

Die Autoren schreiben, trotz dem Buchtitel, nicht wirklich über "Kriminalpolitik"; denn die gibt es in einem geschlossenen System wie Entenhausen nicht. Sie arbeiten vielmehr an einer Kriminalsoziologie. Dazu gehört eine solide Statistik, eine Typologie der Täter und der Taten sowie ein sowohl kriminologischer als auch medientheoretischer Erklärungsansatz. Nur Letzterer liefert beispielsweise den Schlüssel zu der Beobachtung, dass etwa Drogen- und Sexualdelikte fehlen. Obwohl die Untersuchung viel Licht auf Entenhausens Nachtseite wirft oder jedenfalls bekannte Phänomene in die bengalische Beleuchtung soziologischen Vokabulars taucht, bleiben wichtige Fragen ungelöst: Wie erklären sich die "idiosynkratischen Handlungsorientierungen" (Fritz Scharpf) zwischen den Figuren sowie zwischen Dagoberts Kapitalismus und der Kriminalität der Panzerknacker? Sie scheinen einander zu hassen, aber sie begehren sich auch - vielleicht sind sie sogar identisch, wenn man an Proudhons "Eigentum ist Diebstahl" erinnern darf? Stellt Kriminalität die zentrale Rechtfertigung für den ungeheuren privaten und öffentlichen Sicherheitsaufwand, für Polizei und Staat dar? Sind die Panzerknacker, Gundel Gaukeley und Kater Karlo Projektionen der Angst, Ikonen des Bösen in uns oder nur Pappfiguren zur Legitimation der Sozialkontrolle? Fragen über Fragen. Die vorliegende kriminologische Untersuchung der Entenhausener Devianz ist ein erfreulicher Anfang. Weitere interdisziplinäre Studien mögen folgen. Kinder jedoch brauchen sie nicht zu lesen."

Onna Coray, Der Tagesspiegel 15.2.1989, https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/mickymaus-als-hueter-der-inneren-sicherheit/30292.html:

"Strafrechtsprofessor untersucht Kriminalität in EntenhausenVON ONNA CORAY (AP) BERN.Mickymaus hat sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten vom kleinen Gauner zu einem vorbildlichen Privatdetektiv gewandelt.Zu diesem Schluß kommt der Berner Strafrechtsprofessor Karl-Ludwig Kunz, der sich Disney-Comic-Heftchen vorgenommen und die Entwicklung der Kriminalität in Entenhausen untersucht hat.Kunz stellte fest, daß sich der Umgang mit der Kriminalität - vor allem aber Protagonist Micky - zwischen den Heftchen der Jahrgänge 1952 und 1995 markant verändert hat. Zusammen mit dem Historiker Roger Sidler belegt Kunz in seiner Untersuchung zur "Kriminalpolitik in Entenhausen" den Wandel mit einer Kriminalstatistik aller Mickymaus-Heftchen der Jahrgänge 1952 und 1995, und zwar nach den Kriterien des schweizerischen Strafgesetzbuchs.Während danach die Kriminalität in den Comics von 1952 noch als ein spielerisches, oft chaotisches Ausleben von Individualität dargestellt wird, hat sich das Verbrechen 1995 zu einer gesellschaftlichen Pest entwickelt, die es mit handgreiflicher Eigeninitiative auszumerzen gilt. Am markantesten zeigt sich dieser Wandel an der Figur von Micky.Brachte er es 1952 immerhin auf sieben Straftaten, hat er sich 1995 zum vorbildlichen Privatdetektiv mit einem Saubermann-Image gewandelt.Die Comics von 1995 ermöglichen laut Kunz der Leserschaft zudem eine klarere Trennung zwischen "Guten" und "Bösen" als jene von 1952.Waren die Figuren 1952 als Täter und Opfer noch austauschbar, gibt es laut Kunz 1995 klar definierte Rollen, wobei die Täter zunehmend anonym sind oder der "Unterwelt" von Entenhausen zugeordnet werden.In diesem Wandel spiegele sich der Zeitgeist: Das zur Neige gehende Jahrhundert präsentiere sich gerne als ein solches, das die Feindbilder verloren habe.Umso zentraler werde die "innere Sicherheit". Die Kriminalstatistiken belegen, daß die Figuren des Enten-Klans um Donald Duck weit häufiger strafrechtlich auffällig werden als der Mäuse-Klan: Lag die Zahl der in den Enten-Episoden festgestellten Delikte 1952 noch bei 121, stieg sie 1995 auf 804.In den Mäuse-Episoden stieg die Zahl der Delikte in der gleichen Zeit von 61 auf 310.1995 wie bereits 1952 werden am häufigsten die "klassischen" Delikte gegen Leib und Leben, gegen das Vermögen sowie gegen die persönliche Freiheit verübt. Weisen Donald, Dagobert und Co.eine unverändert hohe Straftatenquote auf, so hat sich die Täterstatistik bei den Mäuse-Episoden grundlegend verändert.Die Bereitschaft zum Begehen von Straftaten ist bei Micky und seinen Freunden 1995 drastisch gesunken, und Kater Karlo verübt mit 49 Straftaten mehr Delikte als der ganze Mäuse-Klan zusammen. Die Solidarität innerhalb der Klans im Kontrast zu der Anonymität im übrigen Entenhausen gewährleistet, daß sich die Leserschaft in den Klans heimisch fühlt.Die Klans werden als von dem übrigen Entenhausen abgeschottete Friedensbezirke dargestellt, die sich ein eigenes Recht geschaffen haben.Ihre partikularen Interessen verfechten sie auch mit strafbaren Handlungen und ähneln laut Kunz damit klassischen kriminellen Gegengesellschaften wie Mafia oder Camorra. Kunz, der mit seiner Untersuchung Neuland betreten hat, hat seine Erkenntnisse diesen Winter in einer Vorlesung an der Universität weitergegeben.Der Strafrechtsprofessor bekennt sich als ehemals eifriger Leser von Mickymaus-Heftchen.Er findet die Figur von Donald mit all seinen menschlichen Schwächen die beste.Daß er den neuen Micky als vorbildlichen Privatdetektiv langweilig findet, ist laut Kunz mit seiner Funktion als Strafrechtsprofessor durchaus vereinbar: "Ein Theologe braucht schließlich auch nicht fromm zu sein".

Hermann Unterstöger, Süddeutsche Zeitung 22.11.1999; 

Benedikt Eppenberger: Der Bund 8.11.
1999; 










Das strafrechtliche Bagatellprinzip. Eine strafrechtsdogmatische und kriminalpolitische Untersuchung
Schriften zum Strafrecht, Band 57Berlin (Duncker & Humblot) 1984370 SeitenISBN 3-428-05675-2

Besprechungen:

Günter Stratenwerth: Schweiz. Zeitschr. f. Strafrecht 105 (1988), 245; 

Heinz Zipf, Zeitschr. für die Gesamte Strafrechtswissenschaft 98 (1986), 89; 

Günther Kaiser, Schweiz. Juristenzeitung 1986, 397; 

Franz Streng, Kriminologisches Journal 1986, 235; 

Jürgen Baumann, Neue Jurist. Wochenschrift 1985, 1948; 

Bernd Wehner, Kriminalistik 39 (1985), 168







Die analytische Rechtstheorie: Eine "Rechts"- theorie ohne Recht? Systematische Darstellung und Kritik
Schriften zur Rechtstheorie, Heft 59. Berlin (Duncker & Humblot) 1977, 142 Seiten ISBN 3-428-03881-9

Besprechungen:

Gertrude Lübbe-Wolff: Rechtstheorie 11 (1980), 507; 

Michel Villey, Archives de Philosophie du droit 23 (1978), 439; 

Robert Walter, Juristische Blätter 1979, 168; 

Bibliographie der Sozialethik XI (1977-79), 519; 

V. Kube, Österr. Zeitschr. f. Öffentl. Recht 29 (1978), 382; 

J. Leyten, Nederlands Juristenblad 1978, 226
























Monographien


14. Kriminologie
7., grundlegend überarbeitete Auflage
mit Tobias Singelnstein
«UTB» Band 1758. XVI + 435 Seiten, 40 Schaubilder, kartoniert, EUR 24.99 (D) / CHF 32.50 (UVP) ISBN 978-3-8252-4683-9 Haupt Verlag www.haupt.ch






















13. Schweizerisches Strafrecht. Allgemeiner Teil 
IusMe Interaktives Lernsystem 
Lernkartei mit CD-Rom 

4. Auflage 
Schulthess Juristische Medien AG 
Zürich, Basel, Genf 2012 
332 Folien 
ISBN 978-3-7255-6621-1 
3. Auflage: 2009 
2. Auflage: 2006 
1. Auflage: 2003 



12. Kriminologie 
6. völlig überarbeitete und aktualisierte Auflage 
Haupt 
Bern, Stuttgart, Wien 2011 
UTB Uni-Taschenbücher – mittlere Reihe 1758, 
423 Seiten, 25 Schaubilder 
ISBN 978-3-8252-3591-8 
5. Auflage: 2008 
4. Auflage: 2004 
3. Auflage: 2001 
2. Auflage: 1998 
1. Auflage: 1994 


11. Die wissenschaftliche Zugänglichkeit von Kriminalität. 
Ein Beitrag zur Erkenntnistheorie der Sozialwissenschaften 
Deutscher Universitäts-Verlag und VS Verlag für Sozialwissenschaften VS Research 
Wiesbaden 2008 
130 Seiten ISBN 978-3-8350-7018-9
access: http://link.springer.com/book/10.1007/978-3-8350-5547-6

10. Rechtsphilosophie, Rechtstheorie, Rechtssoziologie. Eine Einführung in die theoretischen Grundlagen der Rechtswissenschaft 

(zusammen mit Martino Mona) 
 Haupt 
Bern, Stuttgart, Wien 
UTB Uni-Taschenbücher - mittlere Reihe 2788, 2006 
319 S., 37 Abb. 
ISBN 3-8252-2788-X 


9. Bürgerfreiheit und Sicherheit 
Perspektiven von Strafrechtstheorie und Kriminalpolitik

 Peter Lang 
Bern, Berlin, Bruxelles, Frankfurt am Main, New York, Oxford, Wien 2000 244 Seiten ISBN 3-906764-42-7 









8. Kriminalpolitik in Entenhausen. 
Vom Umgang mit Kriminalität bei Micky Maus & Co. 
(zusammen mit Roger Sidler) 
 Helbing & Lichtenhahn 
Basel, Genf, München 1999 114 Seiten ISBN 3-7190-1769-9 


7. Bericht und Vorentwurf zur Verstärkung des strafrechtlichen Schutzes der Umwelt 
(zusammen mit Guido Jenny) 

 Neue Literatur zum Recht Helbing und Lichtenhahn 
Basel, Genf, München 1996 194 Seiten ISBN 3-7190-1540-8 









6. Gemeinnützige Arbeit - Modellversuch im Kanton Bern. Auswertungsbericht 
(zusammen mit Thomazine von Witzleben) 
 Schweizerische Kriminologische Untersuchungen Band 8 Haupt 
Bern, Stuttgart, Wien 1996 203 Seiten ISBN 3-258-05368-5


5. Drei Gutachten über rechtliche Fragen im Zusammenhang mit AIDS. Fragen der 

Partnernotifikation, des Contact Tracing und der HIV-Tests aus der Sicht des Verfassungs- und Verwaltungsrechts, des Zivilrechts und des Strafrechts 
(zusammen mit Olivier Guillod und Christoph Andreas Zenger) 

 Hrsg. v. Bundesamt für Gesundheitswesen und Aids Info Docu Schweiz Abhandlungen zum schweizerischen Recht. Neue Folge, Heft 529 Stämpfli 
Bern 1991 395 Seiten ISBN 3-7272-0173-8 







4. Vorbeugen statt Verfolgen. Polizeiliche Prävention von Kriminalität - ein Konzept mit Zukunft? 
 Schweizerische Kriminologische Untersuchungen Band 1 
Haupt 
Bern und Stuttgart 1987 60 Seiten ISBN 3-258-03825-2 

3. Das strafrechtliche Bagatellprinzip. Eine strafrechtsdogmatische und kriminalpolitische Untersuchung 
 Schriften zum Strafrecht, Band 57 Duncker & Humblot 
Berlin 1984 370 Seiten ISBN 3-428-05675-2 

2. Die Einstellung wegen Geringfügigkeit durch die Staatsanwaltschaft (Paragraphen 153 Abs. 1, 153 a Abs. 1 StPO). Eine empirische Untersuchung in kriminalpolitischer Absicht 
 Forum Rechtswissenschaft Band 5 Athenäum 
Königstein/Taunus 1980 114 Seiten ISBN 3-7610-6314-8 

1. Die analytische Rechtstheorie: Eine "Rechts"- theorie ohne Recht? Systematische Darstellung und Kritik 
 Schriften zur Rechtstheorie, Heft 59 Duncker & Humblot 
Berlin 1977 142 Seiten ISBN 3-428-03881-9 


unselbständige Schriften ab 2011



162.
Unentdeckte Straftaten aus konstruktivistischer Sicht – ein Beitrag zum Verständnis des Dunkelfeldes


  • In: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform 2020 (103)(2):150 - 15







161.
Strafvollzug - Ein beweglicher Sinnbezirk


In: Kriminologie und Kriminalpolitik im Dienste der Menschenwürde. Frieder Dünkel zum 70. Geburtstag. 
ISBN: 978-3-96410014-6
Drenkhahn K. u. a. (Hrsg.)
Forum Verlag Bad Godesberg, Mönchengladbach 2020, S. 851-860






160.
Strafrecht zwischen Anspruch und Wirklichkeit. 


In: Plädoyer. Magazin für Recht und Politik 5/19. S. 16-19









159.
Strafrechtliche Sanktionen in der Schweiz: Gesetz und Vollzug


  • In: Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft 131(2):540-554








158.







157.










156.
Kriminologie im Zwielicht

In: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform. Journal of Criminology and Penal Reform 100 4.(2017), Heft 5. ISSN 0026-9301
S. 360-371


155.
Jonas Menne: „Lombroso redivivus?“ Biowissenschaften, Kriminologie und Kriminalpolitik von 1876 bis in die Gegenwart. – Tübingen: Mohr Siebeck, 2017


  • In: JuristenZeitung 73(1):S. 41









154.

Rusche, Georg/ Kirchheimer, Otto: Sozialstruktur und Strafvollzug



In: Schlüsselwerke der Kritischen Kriminologie. Hrsg. v. Christina Schlepper, Jan Wehrheim. Weinheim Basel (Beltz Juventa) 2017, S. 226-236



153.
Atypische Straferwartungen der Menschenrechts-, Friedens- und Umweltbewegungen
In: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform 100 (2017) Heft 1, S. 67-78


152.
Aspekte der Strafbefreiung und der Einstellung des Verfahrens wegen Geringfügigkeit
In: Festschrift für Andreas Donatsch. Hrsg. v. Daniel Jositsch, Christian Schwarzenegger, Wolfgang Wohlers. Zürich (Schulthess) 2017, S. 415-426

151.

Die Sanktionen der Gesellschaft und die Antworten des Strafrechts.  
In: Festschrift für Franz Streng zum 70. Geburtstag. Hrsg. v. Christoph Safferling, Gabriele Klett-Straub, Christian Jäger, Hans Kudlich. Heidelberg (C.F. Müller) 2017, S. 37

150.
Kriminalität, Strafe und  Gesellschaft. 
In: Current problems of penal law and criminology. Aktuelle Probleme des Strafrechts und der Kriminologie. Hrsg. v. Emil Plywaczewski / Ewa Guzik-Makaruk. Warszawa (Beck) 2017, S. 535-541


149.
Zur Verständigung des Strafrechts mit dem Publikum.


In: Strafrecht als Ultima Ratio. Giessener Gedächtnisschrift für Günter Heine. Hrsg. v. Walter Gropp, Bernd Hecker, Arthur Kreuzer pp.. Tübingen (Mohr Siebeck) 2016. S. 261-270








148.
Muss Strafen sein - oder was sollen wir tun?



in: TOA-Magazin. Fachzeitschrift zum Täter-Opfer-Ausgleich Nr. 2 / Juli 2015, S. 4-5
Online: http://www.toa-servicebuero.de/magazine/tm-022015-schluss-mit-der-strafromantik





147.
Die innere Sicherheit und ihre Feinde


in: Risiken der Sicherheitsgesellschaft. Sicherheit, Risiko & Kriminalpolitik. Hrsg. Marcel A. Niggli, L. Marty. Neue Kriminologische Schriftenreihe, Forum Verlag Bad Godesberg, 2015. ISBN 978-3-9428565-32-6, 9-19, 9-19. https://books.google.ch/books?





146.

Kriminalpolitik in der Schweiz heute


in: Neue Kriminalpolitik in Europa.
Neue Kriminalpolitik . Forum für Kriminalwissenschaften, Recht und Praxis 2/ 2015 Jahrgang 27, S. 131-135




145.
Zur Begründung des Strafens und seiner Alternativen

In: Current Problems of the Penal Law and Criminology -- Aktuelle Probleme des Strafrechts und der Kriminologie. Hrsg. v. Emil W. Plywaczewski. Warszawa 2014 (Wydawnictowo C.H. Beck). S. 93-102






144.
Sicherheitskultur ohne Sicherheit?


In: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform 97 (2014) Heft 4. S. 294-304







143.

Zur Herstellung des strafrechtlichen Schuld- oder Freispruchs



In: Schweizerische Zeitschrift für Strafrecht (ZStrR 01/2014), S. 47-60







142.
Punitivität von Studierenden



(zusammen mit Martin Brandenstein und Sophie Schmid)
In: Schweizerische Zeitschrift für Kriminologie (SZK) Heft 01/2014, S. 3-25








141.
Zum gesellschaftlichen und politischen Umgang mit Jugendkriminalität
In: Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe Heft 4/ 2013, Jahrgang 24, Dezember 2013. ISSN 1612-1864. S. 359-367





140.
Zum Konzept der "Punitivität" und seiner Entwicklung im internationalen Vergleich

In:Kriminologie - Kriminalpolitik - Strafrecht. Festschrift für Hans-Jürgen Kerner zum 70. Geburtstag. Klaus Boers, Thomas Feltes, Jörg Kinzig, Lawrence W. Sherman, Franz Streng, Gerson Trüg (Hrsg.). Tübingen (Mohr Siebeck) 2013, S. 113-126




139.
る判決前調査報告書と機能的に等価な制度に関する議論 (特集 判決前調査の国際比較 : 合理的量刑のための制度的方策として) [in Japanese]
Investigations to Determine Individual Circumstances in order to Promote Offender Orientated Sentencing : Discussing Functional Equivalents to a Presentence Investigation Report in Germany [in Japanese]
In: Ryukoku Corrections and Rehabilitation Center Journal, Heft 1 / 2, 2013: International Comparison of the Use of Pre-Sentence Reports, S. 15-19



138.
Editorial: Rule of Law/ Rechtsstaat and Crime Control


In: Punishment and Society October 2013 Volume 15 Issue 4. Special Issue: Rule of Law/ Rechtsstaat and Crime Control, Foreword (Guest Editor) 
pp. 347-348. DOI:10.1177/1462474513500618
Online: pun.sagepub.com




137.
Is the idea of a sovereign authority based on legal rules and human rights outdated?


In: Punishment and Society, Volume 15 Issue 4 October 2013 pp. 382 - 396. DOI: 10.1177/1462474513500621
Online: pun.sagepub.com








136.
Historische Grundlagen der Kriminologie in Deutschland und ihre Entwicklung zu einer selbständigen wissenschaftlichen Disziplin.



In: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform 96. Jahrgang 2013, Heft 2/3, S. 81-114
Zusammenfassung Online: http://www.heymanns-mschrkrim.de/das-archiv/:






135.
Ceza hukulu modelleri ve toplum yapisi - Cesa hukulu politikalari ve modern toplum (Übersetzung von 106. ins Türkische von Semih Yumak).
In: Küresel Bakis. Yil 3, Sayi 9, Nisan 2013, S. 39-60, ISSN: 2146-1373. Auch in: http://www.taa.gov.tr/dosya/dergiler/kb9/index.html





134.
AIDS



In: Grundlagen und Dogmatik des gesamten Strafrechtssystems. Festschrift für Wolfgang Frisch zum 70. Geburtstag. Georg Freund, Uwe Murmann, René Bloy, Walter Perron (Hrsg.), Berlin (Duncker & Humblot) 2013, S. 757-769





133.
Die Unersättlichkeit des Strebens nach Sicherheit. Eine Bedrohung unserer Freiheit?



In: Politische Ökonomie und Sicherheit. Daniela Klimke, Aldo Legnaro (Hrsg.), Weinheim und Basel (Beltz, Juventa) 2013, S. 28 - 43




132.
Die Kulturgebundenheit des Strafrechts und seine Übertragbarkeit in fremde Rechtskreise


in: Strafrechtsvergleichung als Kulturvergleich. Franz Streng, Gabriele Kett-Straub (Hrsg.), Tübingen (Mohr Siebeck) 2012, S. 145-168







131.
Der Rechtsstaat in der Defensive?
In: Greifswalder Halbjahresschrift für Rechtswissenschaft, Heft 14, Oktober 2012, S. 94-102




130.
Jugendgewalt im Blickpunkt von Öffentlichkeit und Jugendstrafrecht


In: Schweizerische Zeitschrift für Kriminologie, 11. Jg. 2/2012, S. 17-28








129.
Zusammenhänge der strafgerichtlichen Entscheidungsfindung
Eine empirische Studie in drei Ländern
(zusammen mit Henriette Haas



In: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform Heft 3, 2012, S. 158-183






128. 
Kurze Freiheitsstrafen und ihr Ersatz – eine Revision der Revision?
(zusammen mit Claudio Besozzi



In: Festschrift für Wolfgang Heinz zum 70. Geburtstag, hrsg. v. Eric Hilgendorf/ Rudolf Rengier, 1.


Auflage, Baden-Baden 2012, S. 580-593











127.
Mehr Kontrolle und härtere Strafen? Gesellschaftliche Erwartungen an das Jugendstrafrecht
in: Gesellschaft im Widerspruch. Sozial- und sonderpädagogische Einrichtungen im Spannungsfeld,
Referate der Integras-Fortbildungstagung 2011, hrsg. v. Integras, 1. Auflage 2012, S. 15-24




126.
Der Rechtsrahmen des begleiteten Sterbens in der Schweiz und das Wirken Schweizer
Sterbehilfeorganisationen





In: Selbstbestimmung am Lebensende. Nachdenken über assistierten Suizid und aktive Sterbehilfe 2012. Hrsg. v. der Heinrich Böll Stiftung, Schriften zu Wirtschaft und Soziales, Band 10, S. 46-56


file:///C:/Users/Karl-Ludwig%20Kunz/Downloads/Kunz_begleiteter%20Suizid%20in%20der%20Schweiz..pdf


http://www.humanistische-union.de/nc/veranstaltungen/berichte/veranstaltungsberichte_details/browse/1/back/veranstaltungsberichte/article/der-rechtsrahmen-des-begleiteten-sterbens-in-der-schweiz-und-das-wirken-der-schweizer-sterbehilfeorg/



125.
Vorleben und Nachtatverhalten als Strafzumessungstatsachen (auch in Japanisch)
In: Grundfragen des Strafzumessungsrechts aus deutscher und japanischer Sicht, hrsg. v. Wolfgang Frisch, Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2012, S. 136-150. Auch Japanisch.




124. 


Politisches Engagement und die Unbefangenheit des Richtens

In: Toujours agité – jamais abattu, Festschrift für Hans Wiprächtiger, hrsg. v. Marianne Heer u.a., Helbling Lichtenhahn Verlag, Basel 2011, S. 281-294









123.
Begleitetes Sterben in Deutschland und der Schweiz: Ein aktueller Blick über die Grenzen
In: Neue Kriminalpolitik (NK), 3/2011, S. 81-129




122.
Tatbestand und Verbotsirrtum
(zusammen mit Günter Heine/Guido Jenny/Hans Vest)
In: Schweizerische Zeitschrift für Strafrecht (ZStrR) Band 129 2/2011, S. 117-126